
Eine moderne Interpretation eines klassischen Chronographen mit einem ganz schwarzen Erscheinungsbild. Das Keramikgehäuse und das Textilband machen ihn leicht und verleihen ihm zugleich eine markante Präsenz.
Keramik gehört zu den Materialien, die sich am schwersten sauber bearbeiten lassen — genau deshalb existiert die Dark Side of the Moon als Materialdemonstration und weniger als praktisches Upgrade. Zirkonoxid-Keramik verkratzt nicht wie Stahl, aber bei 44,25 mm und komplett in Schwarz tritt diese Uhr als echtes Werkzeuguhr-Statement auf, nicht als dezentes. Das Kaliber 9900 darunter ist ein richtiges Säulenrad-Co-Axial-Chronographenwerk, weshalb die kleine Sekunde dezentral sitzt statt mittig. Fünfzig Meter Wasserdichtigkeit reichen für den Alltag völlig aus, zeigen aber trotz der Größe, dass dies keine Taucheruhr ist. In meiner Bewertung verliert sie beim Preis-Leistungs-Verhältnis gegenüber der Stahl-Moonwatch, gewinnt aber bei der materialwissenschaftlichen Originalität.





